Mittelrheintal 2016

Die Kultur-AG der Realschule plus Bellheim im vierten Jahr unterwegs

Am Samstag, den 24.09.2016 startete die Kultur AG 2016/2017 ihr erstes Kultur-Highlight – Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal.

 

Früh morgens fuhren wir mit dem Zug nach Bingen. Um unser Schiff nach St. Goar noch zu erreichen, hetzte uns Herr Deck vom Bahnhof an die Anlegestelle der Köln-Düsseldorfer Schiffsflotte in nur 10 statt der bei Google-Maps errechneten 20 Minuten. Das Schiff war zum Glück noch nicht da und so bekamen wir bei strahlendem Sonnenschein sogar noch einen Platz auf dem Oberdeck. Durchschnaufen, chillen und die Landschaft genießen. Seine besondere Erscheinung verdankt das Mittelrheintal einerseits der natürlichen Ausformung der Flusslandschaft, andererseits der Gestaltung durch den Menschen. Seit zwei Jahrtausenden ist es einer der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas.

 

Es ging vorbei an steilen Rebhängen, Ortschaften, einer Menge Burgen, Felsvorsprüngen, Sandbänken und natürlich der Loreley. Früher war an diesem Felsen die gefährlichste Stelle für die Rheinschifffahrt.  An der davorliegenden Sandbank im Rhein, auf deren linker Seite das Wasser über quer im Fluss liegende Felsrippen stürzte, während es auf der anderen Seite ruhig abfließen konnte, enstanden dort starke Strudel, die manchem Schiffer zum Verhängnis wurden. Bevor im letzten Jahrhundert die meisten Riffe gesprengt wurden, hatten die Schiffer ihre Mannschaften vor dem Passieren der Loreley durch drei Glockenschläge zum Gebet aufgefordert. Aus diesem Grund ließ sich hier der heilige Goar nieder, der versuchte, Schiffbrüchige zu retten und zu pflegen. Heinrich Heine prägte die Figur der Loreley in seinem berühmten Gedicht als eine Art Nixe, die gleich einer Sirene durch ihren Gesang und ihre Schönheit die Rheinschiffer in ihren Bann zieht, worauf hin diese durch die gefährliche Strömung und die Felsenriffe umkommen.

 

In St. Goar besichtigten wir die Burg Rheinfels. Sie ist die größte und eine der großartigsten Burgruinen am Rhein. Nachdem wir uns zur Burg hinauf gequält hatten, erkundeten wir das Gelände, gingen durch Wehrgänge und dunkle Stollen. Vom Turm aus hatten wir einen fantastischen Blick über den Rhein. Wenn die Züge auf beiden Seiten des Rheins entlang rauschten, hatte man den Eindruck auf eine Märklin-Eisenbahn-Kulisse zu blicken.

 

Zurück im Ort fiel zunächst einmal unser Zug aus und so hatten wir ein wenig Zeit ein Eis zu essen und durchzuschnaufen. Dann ging es weiter nach Oberwesel. Die Stadt ist umringt von einer Wehrmauer mit ihren zahlreichen Türmen. Bevor wir diese eroberten, stürmten wir wieder einmal den den Berg hinauf zur Pfarrkirche St. Martin. Das Küsterhäuschen dort oben erinnert ein wenig an ein Hexenhaus aus dem Bilderbuch und stammt aus dem Jahr 1625. Anschließend erkletterten wir noch einen Wehrturm und liefen auf der Stadtmauer zurück an den Bahnhof.

Es ging direkt weiter nach Bacharach. Es ist eines der schönsten Städtchen am Rhein. Hier legten wir endlich eine kleine Pause in einem Gasthof ein. Von dessen Innenhof aus hatte man einen tollen Blick auf die Ruine der gotischen Wernerkapelle.

Ein wenig erholt erreichten wir dann am späten Nachmittag Mainz. Einige von uns nutzen die 1,5 Stunden bis zur Rückfahrt um sich endlich mit Fastfood vollzustopfen, andere machten mit Herr Deck noch einen kleinen Stadtrundgang (Gutenbergdenkmal, Marktplatz, Dom, Fastnachtsbrunnen) durch Mainz und versorgten sich nebenbei mit Essen für die Zugfahrt.

„Vollgestopft“ und mit viel Gelächter und ersten Plänen für die nächsten Kulturfahrten erreichten wir um 21.22 Uhr Germersheim.

Bis bald. Ihre Kultur AG

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